Freitag, 13. September 2013

Foto-Frage-Freitag #16

Es ist schon wieder Freitag und Freitag ist Foto-Frage-Freitag. Mit normalerweise fünf Fragen von Steffi, die es gilt mit Fotos zu beantworten.
Doch heute hat Steffi nur eine Frage:


Welches sind deine fünf liebsten Bücher?
Na das ist mal einfach zu beantworten. :)


Aus der Kategorie der Lecker-Schmecker-Bücher: "VEGETARISCH! DAS GOLDENE VON GU"
Nein, ich lebe nicht vegetarisch und auch nicht vegan. Aber das Kochbuch ist trotzdem mein Liebstes. Bisher ist uns jedes Rezept gelungen (sogar die Tortilla mit Teller-auf-dem-Kopf-rum-wenden) und gemundet hat bis jetzt auch alles. :)


Mein Kalender. Ja, der zählt auch als Buch so dick wie der ist! Nicht nur gekauft, sondern auch selbst erstellt habe ich ihn! Mit Außen und Innen und überhaupt voll personalisiert. :) Jederzeit ihm Jahr start-bar, bei mir war es im September. Und ich mag jetzt schon nicht mehr ohne ihn. Bestellen könnt ihr hier.


Grün gehts weiter mit der tollsten (Kurz-) Liebesgeschichte die ich kenne. "Emmas Glück" von Claudia Schreiber. 
Eine Geschichte die einem zeigt, dass "das/ein/dein/mein" Glück überall zu finden ist.


Dieses Buch ist etwas ganz Besonderes. "Blankets" (zu deutsch: Bettdecken) von Craig Thompson. Es ist ein Comic. Ein Comic der über 582 Seiten geht. Wahnsinnig gefühlvoll mit unglaublich starken Zeichnungen. Dieses Werk macht mich immer wieder sprachlos. Und das obwohl ich Comics seit Lucky Luke früher als Kind nicht mehr gelesen habe. Aufmerksam wurde ich darauf durchs Radio. Der (sehr männliche^^) Moderator sagte, dass er beim Lesen die eine und andere Träne weggedrückt hat. Das habe ich zwar nicht getan, aber ich war kurz davor.


Zu meinen liebsten Büchern gehört natürlich auch mein Reisetagebuch, wo ich euch hier schonmal von erzählt habe. Lachanfälle sind garantiert und kein Buch ist so abwechslungsreich durch alle Facetten die Urlaube so haben können. Noch sind viele Seiten leer, aber schon ganz bald
(2 Wochen noch, juchu!) wird es wieder gefüllt. :)



Mittwoch, 11. September 2013

Zeitreise in die Vergangenheit

Regbu.

Das ist die niedlich klingende Abkürzung für Regierungsbunker.
Aber der ist wahrlich alles andere als niedlich.
Der ist nämlich riesig.
Über 17 Kilometer unterirdische Gänge durchs Ahrtal.




Die Dokumentationsstätte Regierungsbunker in Ahrweiler kümmert sich um die Erhaltung eines Museums der anderen Art. 
Spannender, aufregender und beeindruckender als alle anderen Museen in denen ich bisher war.



Da wo es leuchtet (siehe Pfeil) ist das Museum. Wie ihr seht: ein klitzekleines Ministück der gesamten Bunkeranlage, nur 200 Meter lang und doppelstöckig. Die Führung hat trotzdem eineinhalb Stunden gedauert. Es gibt nämlich viel zu erzählen, aber noch mehr zu gucken. Und der Schwerpunkt soll heute das Gucken sein.

Macht euch also bereit für eine Zeitreise in die 70er Jahre. Kommt mit in eine Welt ohne Sonnenschein, 12 Grad Celsius Dauertemperatur und der Vorstellung im nuklearen Ernst- oder auch nur Übungsfall hier 30 Tage mit 2.999 anderen Menschen leben zu müssen.



Los geht es mit dem MAN Eingangs- Tor. 25 Tonnen die binnen Sekunden per Hydraulik geschlossen werden. Da hat man besser nicht die Fingerchen dazwischen und erst recht nicht den Rest vom Körper.

 
Hinter dem Tor offenbart sich einem ein Gewirr aus Gängen und Türen. (Jahaaa irgendwann hatte ich vor lauter Fotos machen meine Gruppe verloren und musste bööööse Blicke des Aufsichtspersonals über mich ergehen lassen wieso ich denn da alleine rumrenne.)





Das hier sind Anti-Konterminierungsduschen. Das witzige Detail sieht man leider nicht: ein Scheibenwischer am Beobachtungsfenster, damit man auch bei hoher Luftfeuchte gucken kann ob die Leute sich auch richtig duschen. Ob der Bundeskanzler wohl hätte alleine duschen dürfen...?

 
Zwei Dinge gab es, die in jeder Ecke lauerten.

1) Telefone. Ok, so im Berg drin ist der Handyemppfang natürlich echt mies. ;)
2) Bedienungsknöpfe. Oh wie gern hätte ich jeden einzelnen davon gedrückt! Und wie toll das wohl ausgesehen hat als die noch alle geleuchtet haben! (Biete dem Kind in mir 10€ und ich drücke jeden Knopf um zu gucken was dann passiert...)





Faszinierend fand ich auch ganz einfache Dinge, die im 70er Design einfach nur lustig aussehen, so wie dieser Lautsprecher und die Alarmleuchten:



 
So manches Mal begegneten uns komische Gestalten:


 
Falls man aufgrund solch angsteinflößender Begegnungen einen Schock erleiden sollte, kein Problem, auf zum Onkel Doc, der hat ein Mittelchen für alles da.

 


 
Dem Zahnarzt allerdings würde ich lieber aus dem Weg gehen, der Stuhl lässt schon Schreckliches erahnen, oder liegt das nur an meiner Zahnarztphobie?


 
Doch nicht nur an die Gesundheit musste unter der Erde gedacht werden.


Ein Fernsehstudio gibt es nämlich auch, falls der Bundeskanzler (wohl gemerkt im nuklearen Ernstfall) eine Ansprache an die TV Nation hätte richten müssen.

 
Und damit er dabei nicht aussieht als hätte er schon eine ganze Weile im Bunker gelebt, gibt es auch einen Friseursalon. 



Jaja, das Design der 70er Jahre. :) Ein noch schöneres Beispiel für diese Epoche ist diese hübsche Couchgarnitur:



Wenn jetzt jemand denkt "Mensch der Bundeskanzler hätte es da aber gut gehabt".. Ja, nee. Nicht so wirklich, sein Schlafgemach wirkt doch eher spartanisch...



Andererseits wäre ich ja dann trotzdem lieber Bundeskanzler als ein Normalo gewesen, denn deren Betten sind zwar auch so hübsch gestreift, aber Privatsphäre gibts da wohl eher nicht.



Für Reinlichkeit war jedenfalls gesorgt.

 
Ob einem darüber hinaus langweilig geworden wäre? Wo doch die Schlafgemächer von Männlein und Weiblein strikt getrennt wurden? Vielleicht. Wäre da nicht die Arbeit gewesen...


 


Der Rest des Tunnels: Entkernt, kalt, nackig und irgendwie gruselig. Auf 17,1 Kilometern.


 
Irrwitzig und unvorstellbar bei diesen Dimensionen: Wenn man ins beschauliche Grün des Ahrtals blickt, ahnt und sieht man nix von dem riesigen Geheimnis im Inneren des Berges.


 
Falls jemand tatsächlich bis hierhin mitgelesen und -geguckt hat und dennoch mehr über den Bunker und seine Geschichte erfahren möchte, tritt am Besten eine Reise ins Ahrtal an und taucht ab in diese geheimnisvolle Welt. 
Ein Besuch lohnt sich allemal! 
Wem das zu weit weg ist, der kann sich auf der Internetseite des Museums oder bei Wikipedia ein genaueres Bild machen.


Noch ein paar Hinweise:
Alle Daten und Aussagen entspringen meinem Gedächtnis der Führung durch den Bunker. Ich gebe keine Garantie darauf, dass alle Daten stimmen und ich mir das alles richtig gemerkt habe. 
Wie es so schön heißt: Mit bestem Wissen und Gewissen Gedächtnis. :)
Die Erlaubnis Fotos, sowie einen Artikel über die Führung hier zu veröffentlichen habe ich mir natürlich eingeholt.